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"Die Städte und Landschaften, die der Reisende aus dem Fenster des Zuges sieht, verlangsamen den Zug nicht, und der Zug beeinflusst auch nicht die Städte und Landschaften. Sie behindern sich nicht gegenseitig. Auf diese Weise solltest du auch die Gedanken sehen, die während der Meditiation durch deinen Geist ziehen." 

~ Dilgo Khyentse Rinpoche

I-Ging

 Was gibt es eigentlich für Yogaarten bzw. Yogastile, und wodurch kennzeichnen bzw. unterscheiden sich diese?

 Wenn auch du angefangen hast, dich mit Yoga zu beschäftigen, wirst du eventuell aufgrund der Vielzahl an Yogastilen und -angeboten verwirrt sein. Von Acro- über Arial, Ashtanga, Bikram über Hatha bis hin zum Vinyasa Yoga......So ging es mir auch am Anfang.

Ich werde versuchen, nachfolgend etwas Transparenz zu schaffen – allerdings OHNE Garantie auf Vollständigkeit. Ich beschränke mich auf diesen Seiten bewusst auf die Yogastile, die ich selbst gut kenne und regelmäßig praktiziere. Yoga entwickelt sich permanent weiter, und von irgendwo her kommt ständig eine neue Strömung her.

Wahrscheinlich hat jeder, der anfängt, sich mit Yoga zu beschäftigen, bereits von Hatha-Yoga gehört. Hatha Yoga ist ein umfassender Begriff für die verschiedensten Yogarichtungen, die Bewegungen (Asanas) mit Atemübungen verbinden.

Dynamische Yogaarten:

Ob Ashtanga, Dynamic Flow, Jivamukti, Power Yoga,  oder weitere dynamische Arten, eines verbindet diese Yogastile: die einzelnen Asanas (Übungen) werden durch Sonnengrüße bzw. Vinyasas miteinander verbunden. Du hälst die einzelnen Asanas z.B. für fünf Atemzüge, bevor du in die nächste Asana wechselst.

Die  dynamischen Yogaklassen sind meist körperlich fordernd, daher für Yogaschüler geeignet, die eine körperlich herausfordernde Praxis suchen. Viele dieser Yogastile sind aus dem Ashtanga Yoga entstanden.

Ziel im dynamischen Yoga ist es, die Atmung und die Bewegnung zu synchronisieren. Yoga, wörtlich übersetzt "Anschirren des Geistes", könnte man auch als dynamische Meditation bezeichnen.

Mein Yogaweg hat mich gleich zu Beginn zum Ashtanga Yoga gebracht und auch immer wieder dorthin zurückgeführt. Was ist Ashtanga Yoga? Durch Sri K. Pattabhi Jois geprägte traditionelle Übungsserien (insgesamt sechs Serien). Von Pattabhi Jois stammt auch die Aussage „99% auf der Matte, 1% Theorie“. Festgelegte Struktur und feste Abfolge der Asanas: Sonnengruß A, Sonnengruß B, Stehende Asanas, Sitzende Asanas, Rückbeugen, Umkehrhaltungen, Tiefenentspannung. Körperlich sehr fordernd, Anfänger steigen Schritt für Schritt in die erste Ashtanga Übungsserie ein. Diese bildet die Grundlage für die folgenden Serien. Aus dem Ashtanga Yoga haben sich sehr viele der modernen dynamischen Yogastile entwickelt.  

 

Ruhige Yogaarten:

Häufig auch als "Restorative" Yogastunden in Yogastudios angeboten.

Hier möchte ich zwei Yogaarten herausgreifen: Faszien und Yin Yoga:

Faszien Yoga: Faszien sind Teil unseres Bindegewebes und verbinden alle Strukturen im Körper. Das Fasziennetzwerk ist daher für die Ausrichtung des ganzen Körpers wichtig, es schützt und umgibt Muskeln, Gelenke und Organe. Im Faszienyoga sollen Verklebungen im Fasziengewebe gelöst, dadurch der Muskeltonus ausgeglichen werden und Heilung und Entfaltung ermöglicht werden.

 Yin Yoga: ruhiges, statisches Yoga. Die Positionen werden 3-5 Minuten gehalten.

 

Eine Besoderheit stellt für mich Yoga Nidra dar: „Der Schlaf des Yogi“ von Swami Satyananda Saraswati. Yoga Nidra ist eine geführte Tiefenentspannung, in der eine Bewusstseinsebene erreicht wird, die dem Zustand kurz vor dem Einschlafen ähnelt (Alpha und Theta-Frequenzen). Einerseits können durch Yoga Nidra Inhalte unseres Unterbewusstseins (z.B. Blockaden) in unser Bewusstsein dringen, andererseits Inhalte unseres Wachzustandes in unserem Unterbewusstsein verankert werden. Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie kraftvoll und wirksam Yoga Nidra ist, und dass sich dadurch ganz außerordentliche Ergebnisse erzielen kann.